Der Besuch

Vor etwa einem Jahr haben wir die Frage gestellt, wie es wäre, wenn Jesus uns einen Besuch abstatten würde (siehe Beitrag Stell dir vor…). Der 40minütige Film Der Besuch (nach einem Roman von Adrian Plass) zeigt, wie das aussehen könnte.

Hier ist der Trailer zum unterhaltsamen und zum Nachdenken anregenden Film:

Mehr Infos zum Film: www.derbesuch-film.de

Der Besuch (Trailer)

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Unglückliche Christen?

Wayne Jacobsen (Zu Seiner Zeit):

Mein Vater pflegte zu sagen: „Die meisten Leute bekommen nur so viel von Gott mit, dass sie sich unglücklich fühlen.“ Je älter ich werde, desto eher glaube ich, dass er recht hatte.

Falls Sie die Vorstellung haben, Gott sei ein überirdisches Wesen, das sich in Ihr Leben einmischt und von Ihnen verlangt, sich gefälligst nach seinen Geboten zu richten, damit er sich Ihnen gnädig erweisen kann, dann gehören Sie wohl zu diesen Menschen. Dreht Ihnen der Gedanke, dass Gott unglücklichSie den ganzen Tag nicht aus den Augen lässt, schier den Magen um, weil Sie sich schon wieder als Versager ertappt vorkommen – dann zählen Sie gewiss auch dazu. Und falls Sie Ihr Christsein nur als eine Abfolge von Ritualen, Regeln und Pflichten erleben, mit denen Sie meinen, Gott eine Freude zu bereiten – dann gehören auch Sie zu diesen Leuten.

Für viele Christen sah der Beginn ihres Glaubenslebens ganz anders aus. Sie berichten mit leuchtenden Augen, wie es war, als sie Gott in ihr Leben aufgenommen haben. Damals wussten sie einfach: „Ich bin von Gott geliebt!“ und sahen jedem Tag mit neuer Begeisterung und Erwartung entgegen. Doch schon bald brachte man ihnen bei, was es heisst, ein guter Christ zu sein – und damit begann für sie der lange, allmähliche Abstieg in die Niederungen der Verhaltensregeln einer Religion, die man Christentum nennt.

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Stell dir vor…

Stell dir vor, Jesus hätte die letzten zweitausend Jahre geschlafen und nicht mitbekommen, wie sich die Christenheit entwickelt hat. Nun hätte er entschieden, heute der Erde einen Besuch abzustatten, um zu sehen, was die Menschen aus dem, was er ihnen damals mitgegeben hat, gemacht haben.

Jesus würde sich ein Outfit auswählen – zum Beispiel dieses:

Jesus

… und sich dann auf den Weg machen. Er würde durch die Strassen streifen und zu einer Kirche, einer Gemeinde gelagen – vielleicht zur Gemeinde, zu der du gehörst oder die du gut kennst. Neugierig würde er den Raum betreten, sich auf einen freien Platz setzen und beobachten was geschieht.

Worship

Was würde er erleben?
Wie würde er sich fühlen?
Was würde er denken?
Was würde er tun?

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Freunde

Tue dich mit denen zusammen, die etwas ausprobieren, etwas riskieren, die fallen, sich verletzen und von Neuem etwas riskieren. Und halte dich von denjenigen fern, die Wahrheiten verkünden, die jemanden kritisieren, weil er anders denkt als sie und die niemals einen Schritt getan haben, ohne die Gewissheit zu haben, dass sie deswegen geachtet werden würden und die Gewissheiten dem Zweifel vorziehen.

Paolo Coelho, Der Weg des Bogens

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Liebe mich, du Schuft!

Ich habe heute eine Geschichte gelesen, die (leider) sehr gut aufzeigt, welches Bild von Gott vermittelt und in Folge auch gelebt wird.

König Friedrich Wilhelm von Preussen war dafür bekannt, ein aufbrausendes Temperament zu haben. Er pflegte unbegleitet in den Strassen Berlins zu promenieren, und wenn ihm irgend jemand missfiel – was nicht allzu selten vorkam – zögerte er nicht, seinen Spazierstock an den glücklosen Opfern auszuprobieren.
So verwunderte es nicht, dass die Leute sich still davonmachten, wenn sie den König von weitem kommen sahen. Eines Tages kam Friedrich eine Strasse heruntergestampft; ein Berliner entdeckte ihn zu spät, um sich noch in einer Toreinfahrt zu verstecken.
“Du da!” sagte Friedricht, “wohin gehst du?”
Der Mann begann zu zittern. “In dieses Haus hier, Euer Majestät.”
“Ist das dein Haus?”
“Nein, euer Majestät.”
“Das Haus eines Freundes?”
“Nein, Euer Majestät.”
“Warum gehst du dann hinein?”
Der Mann bekam Angst, man könnte ihn für einen Einbrecher halten. Also platzte er mit der Wahrheit heraus: “Um Eurer Majestät aus dem Wege zu gehen.”
“Warum wolltest du mir aus dem Wege gehen?”
“Weil ich vor Euer Majestät Angst habe.”
Bei diesen Worten wurde der König zornig. Er packte den armen Mann bei den Schultern, schüttelte ihn heftig und schrie: “Wie kannst du es wagen, Angst vor mir zu haben! Ich bin dein König. Du sollst mich lieben! Liebe mich, du Schuft! Liebe mich!”

(aus: Anthony de Mello, Warum der Schäfer jedes Wetter liebt)

 

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Jesus nachfolgen – ausserhalb organisierter Religion, frei von christlichen Zwängen